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Arbeitskreis 1

Naherholung-Freizeitgestaltung-Landwirtschaft-Grünordnung

Protokoll


Radweg:     Treffen mit den Vertretern des Landratsamtes Würzburg und der Marktgemeine Werneck

Datum: Donnerstag, 25.03.2004

Uhrzeit: 15.00 Uhr

Teilnehmer: Ralf Veigel, Klara Kaiser, Manuela Kaiser, Arnold Strobel, Heribert Römert, Elfriede Stark, Hildegard Keller, Norbert Reuß, Maria Kaiser,
Hr. Buchner (Landratsamt Würzburg)
Herr Röll (Radwegbeauftragter der Marktgemeinde Werneck)


Norbert Reuß eröffnet das Treffen und begrüßt die Anwesenden. Er erläutert den Wunsch eines Radweges nach Essleben, in erster Linie als Verbindung zur Bahnstation sowie als dichterer Anschluss ans Omnibusnetz. Weiterhin ist die Verlegung des Main-Werra-Radweges über die Grundstraße nach Mühlhausen als Verbindung ins Werntal im Gespräch.

 

 Hr. Buchner vom Zweckverband Stadt und Landkreis Würzburg stellt fest, dass ein Radweg entlang der Kreisstraße in die Zuständigkeit des Landkreises fällt. Es besteht jedoch keinerlei Verpflichtung hierfür, auch ist derzeit kein Geld für diese Zwecke vorhanden. Wir brauchen also nicht auf die Unterstützung des Landkreises zu hoffen, da wir auch kein massives Verkehrsaufkommen (wie beispielsweise an Bundesstraßen) haben. Es sollte auf jeden Fall versucht werden, Mittel über die Dorferneuerung zu erhalten oder die Gemeinde Hausen ergreift selbst die Initiative und finanziert den Radweg.

 

Herr Röll von der Marktgemeinde Werneck berichtete, dass die Radwege durch den Markt + Förderprogramm (eingestellt seit 1.1.2004) finanziert wurden. Momentan ist nur eine Verbindung nach Bergrheinfeld vorgesehen, jedoch nicht von Essleben nach Rieden. Die Schwierigkeit seiner Meinung nach ist auch die vorangeschrittene Flurbereinigung in Essleben, die jedoch noch nicht abgeschlossen ist. Ein  Grunderwerb könnte sich hier schwierig gestalten.

 

Herr Röll schlägt vor, den Wunsch bei der Gemeinde Werneck zu äußern und einen Antrag zu stellen.

 

Radweg – Belag

Erst wenn die Nutzung des Radweges geklärt ist, kann über den Belag entschieden werden.

So erfordert eine landwirtschaftliche Nutzung eine Schwarzdecke. Hier liegen die Kosten für 1 m : 110 €, also 1 km : 110.000 €.

 

Bei einem Radweg, der ausschließlich von Fahrradfahrern genutzt wird, reicht eine wassergebundene Decke aus (z. B. Gaubahn – Radweg), diese ist wesentlich billiger, 1km : 20.000 – 40.000 €.

 

Bei einer Mehrfachnutzung durch Skater, Fußgänger, Landwirtschaft, etc. erfordert dies wiederum eine Schwarzdecke.

 

Ab einer bestimmten Mindestkostensumme (welche noch genau erfragt werden muss) gibt es eine Förderung von 50 % durch das GVFG (Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz). Diese Mittel können von den Gemeinden Werneck und Hausen gemeinsam beantragt werden, da dies eine Förderung des Freistaates Bayern, also landkreisübergreifend ist.

 

Auch EU – Mittel und Sondermittel sollten geprüft werden.

Es wurde nochmals deutlich, dass die direkte und kürzeste Anbindung entlang der Kreisstraße äußerste Priorität hat. Verbindungen über den Glockenberg sind keine Alternative.

 

Nord – Süd Verbindung

Geplant ist es, den Schotterweg als Verbindung über den Grund nach Mühlhausen zu befestigen. Evtl. soll dann der Main-Werra-Radweg, der momentan über den Glockenberg nach Mühlhausen führt verlegt werden.

 

Der Schotterweg wurde bereits mehrmals erneuert. Die Problematik hierbei ist die fehlende Entwässerung, Pkws, Traktoren und zahlreiche Pferde. Der Grundweg könnte als Ausweich-Radweg nach Karlstadt evtl. vom Landkreis gefördert werden, ein Zuschuss wurde von Hr. Buchner in Aussicht gestellt (2000 – max. 8000 €). Eine Maßnahme der Versiegelung verlangt wiederum einen Ausgleich (Ökokonto der Gemeinde).

 

Bei einer Entscheidung für eine kostengünstigere wassergebundene Decke müsste man sich Maßnahmen zur Schonung des Weges (z. B. Sperrung für Pkws …) überlegen.

  

 Manuela Kaiser