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Arbeitskreis 1

Naherholung-Freizeitgestaltung-Landwirtschaft-Grünordnung

Protokoll
Gaukönigshofen - Dorfweiher-Besichtigung
Wolkshausen - Natursee - Besichtiung

Datum: Freitag, 14.05.2004

Uhrzeit: 14.00 Uhr

 

 

Teilnehmer:  Klara Kaiser, Hildegard Keller, Gerhard Keller, Eva Keller, Heribert Römert, Ursula Löhr, Ute Pfeuffer, Erich Schneider, Emilie Sauer, Elle Stark, Elmar Stark, Albert Keller, Bgm. Winfried Strobel, Bgm. Lehrieder, 2. Bgm. Rein, Hr. Dietz, Hr. Neckermann, Hr. Hoh


Am Treffpunkt in Gaukönigshofen angelangt begrüßte Bürgermeister Lehrieder zusammen mit dem 2. Bürgermeister, Herr Rein, die obigen Teilnehmer.

Bgm. Lehrieder gab uns kurz einen Einblick in deren Dorferneuerung, in dem er in groben Umrissen uns z.B. über den Straßenbelag (Auswahl des Gehsteig-Pflasters), Kanalisation und Begrünung am Straßenrand informierte.

Für die Fläche des Dorfsee’s wurden ca. 1,5 ha Fläche benötigt. Die Größe des See’s beträgt ca. 3000 bis 4000 m2. Die tiefste Stelle ist ca. 3,5 m. Die Fläche war vorher Wiese bzw. Ackerfläche, auf dem Zuckerrüben angebaut wurden. Der See wurde als Natursee ausgewiesen. Zielgedanke war hier eine naturbelassene Ortsschönheit entstehen zu lassen.

Als Attraktion wurde eine kleine Stelle mit Kieselsteinen angelegt, die als Badezone genutzt werden kann. Weiter legte man einen ausgedienten Kahn an den Uferrand. Allerdings sieht man hier die Gefahr, dass, wenn Kinder zum Spielen herangeführt werden, nicht genügend Schutz vorhanden ist. Geplant ist allerdings, dass oberhalb des See’s ein Abenteuerspielplatz errichtet werden soll.

An dieser Stelle hat man bereits den Aushub (Humus) des See’s deponiert. Ebenso hat man einen Teil des  Aushub’s als Lärmschutzwall zu den Ortsanwohnern hin aufgebaut. Künftig sind noch Toilettenanlagen am See geplant.

Was die Pflege des See’s betrifft, so wird dies hier von einheimischen Rentnern übernommen. Der Aufwand begrenzt sich allerdings auf ca. 1-2 Einsätze im Jahr lt. Bgm. Lehrieder.

 

Nachteile dieses See’s :

Sehr hohe Algenbildung und sehr hoher Nitratwert!

Laut Herrn Neckermann vom Landesbund für Vogelschutz wäre es sinnvoll, wenn  ein  See mit Schilf bepflanzt würde, da hier die Eutrophierung (Stickstoffeinfall) weggenommen wird. 

Im Anschluss an die Besichtigung des See’s liefen wir weiter Richtung Jacobus- bzw. Radweg. Von da aus ging es zu einer Stelle, an der im Jahr 2000 eine Renaturierung stattfand. Bgm. Lehrrieder umriss in groben Zügen dieses Thema und gab als Hinweis, dass es wichtig sei, den natürlichen Pflanzenwuchs immer im Auge zu behalten.

Dann führten wir den Rundgang durch die ältere Siedlung zur neu ausgewiesenen Siedlung weiter und beendeten diesen letzten Endes  wieder am Gemeindehaus. Bgm. Lehrieder verabschiedete sich von uns und wünschte uns einen guten Start für unsere Dorferneuerung.

 

Unser zweites Ziel an diesem Nachmittag war  Wolkshausen. Hier wollte uns Herr Neckermann und Herr Hoh als Alternative ein Gebiet zeigen, in dem sich ca. 10 naturbelassene Seen aneinanderreihten. Das Wasser dieser Seen reinigt sich selbst. Ebenso bildet sich der darin wachsende Schilf selbst. Laut Herr Hoh war dieses Gebiet früher ein Sumpfgelände.

Da diese Seen weit außerhalb von Ortschaften und befahrenen Straßen liegen, war es bis auf Vogelgezwitscher absolut still in dieser Gegend.

Herr Neckermann und Herr Hoh, beides Experten in Sachen Vogelkunde, erzählten uns welche zum Teil  seltene Vogelarten sich in diesem Gebiet niederlassen. Zum Beispiel, die Rohrammer, der Grünschenkel, der Gartenrotschwanz, das Blaukelchen, der Kiebitz , der Waldwasserläufer etc. Eine wichtige Regel für dieses Gebiet ist, dass man nur 1x jährlich die Wiesen mäht und zwar nicht vor dem 1. Juli, damit die Sumpf- und Wiesenbrühter nicht gefährdet werden.

Die Teilnehmer versuchten am Ende dieser  Besichtigungstour das Gesehene und Gehörte auf das Riedener Projekt Gänseweiher umzulegen.


Fazit dieser Tour war für alle, dass man für unseren geplanten Gänseweiher eine Kompromisslösung erarbeiten sollte.


Da die Lage unseres Weihers nicht in einer beruhigten Zone liegt, ist sicherlich eine Ansammlung vieler Vogelarten auszuschließen, jedoch die Anlage einer naturbelassenen Zone evtl. in Verbindung  einer Streuobstwiese (astethisch sinnvoll lt. Hr. Neckermann) ist nach Vorstellung von Herrn Dietz machbar. Mit dieser Feststellung verabschiedeten wir uns.

 

Gez.                                                                           
Ute Pfeuffer / Schriftführerin                                

 

                       Verteiler:
                       Alle Teilnehmer AK 1
                       Arbeitskreis 2, Arbeitskreis 3, Arbeitskreis 4
                       Gemeinde Hausen
                       Fa. Peichl & Metz, Bergrheinfeld
                       Fa. Dietz & Partner, Elfershausen
                       Hr. Wimmer - DLE, Würzburg
                       Hr. Blankart, - LWA, Würzburg
                       Hr. Neckermann - Landesbund für Vogelschutz