Dorferneuerung Rieden Arbeitskreis II
Nutzung gemeindlicher Gebäude und Freiflächen
Protokoll vom: 14.04.2004
Beginn: 20.00 Uhr
Ende: 22.30 Uhr
Ort: Gemeindehaus in Rieden
Leiter: Harald Stark
Anwesende:
Maria Kaiser, Edwin Köchel, Josef Feser, Harald Stark, Norbert Reuß, Peter
Römert, Hans Georg Rüth, Willi Pfeuffer, Roland Heppt
Harald Stark begrüßt die Teilnehmer des Arbeitskreises und eröffnet die Sitzung.
Tagesordnung
1. Stand der Verhandlungen mit dem Eigentümer Helmut Feser
2. Widerstände gegen den Erwerb des historischen Rathauses
3. Nutzungskonzept für das historische Rathaus
Norbert Reuß gibt einen kurzen Überblick über den Stand der Verhandlungen mit dem Eigentümer Helmut Feser. Danach liegt dem Gemeinderat das Verkaufsangebot Helmut Fesers vor. Herr Feser geht darin auf die Vorstellungen des Gemeinderates ein. Bei einem Verkauf werden die Voruntersuchung und die Dokumentation über den Gebäudezustand an die Gemeinde übergeben.
Der Bevölkerung und den Mitgliedern anderer Ortsvereine, vor allem Musikverein und CAJ, die mit erheblichen Aufwand und Eigeninitiative ihre Vereinsräume hergerichtet haben, ist es teilweise nicht verständlich, dass diese Räumlichkeiten im alten Kindergarten aufgegeben werden sollen. Dem hingegen soll das historische Rathaus mit erheblichen Mittelaufwand wiederhergerichtet werden und ihre Vereinsaktivitäten sollen teilweise in dieses und andere Gebäude verlagert werden. Dem wird entgegengewirkt indem die betroffenen Vereine bereits frühzeitig in die Planungen miteinbezogen werden, damit sie ihre Vorstellungen einbringen können. Dazu werden die jeweiligen Vereinsvorstände kontaktiert bzw. zu Arbeitskreissitzungen eingeladen.
Es ist hier vor allem deutlich zu machen, dass der alte Kindergarten nicht für das historische Rathaus geopfert wird. Es geht vor allem darum, die Anzahl der von der Gemeinde in Zukunft zu unterhaltenden Gebäude zu reduzieren, diese grundlegend zu sanieren und einer sinnvollen und auch für die Vereine optimierten Nutzung zuzuführen.
Das historische Rathaus nimmt aufgrund seines Alters, seiner geschichtlichen Bedeutung und seiner zentralen Lage am Stangenbrunnen und am Dorfplatz einen besonderen Stellenwert für die Dorferneuerung dar. Dies wird von allen an der Dorferneuerung beteiligten Stellen immer wieder besonders betont. In einer Präsentation des historischen Rathauses zusammen mit dem Stangenbrunnen am Tag des offenen Denkmals am 12.09.2004 soll die Bevölkerung dabei besonders über die Geschichte und die zukünftige Nutzung des Gebäudes informiert werden.
Es ist noch unklar ob das Gebäude aufgrund seines Alters und seiner besonderen Wertstellung nur sporadisch für besondere Anlässe oder ob es für einem regelmäßigen „profanen“ Gebrauch genutzt werden soll.
Für eine Nutzung nur zu besonderen Anlässen, spricht es, dass die historische Substanz des Gebäudes dadurch geschont wird und nicht so schnell verschleißt. Allerdings ist auch nicht einzusehen, ein mit erheblichen Mittelaufwand wiederhergestelltes Gebäude, nicht kontinuierlich zu nutzen.
Bei den nun folgenden Nutzungsvorschlägen ist zu beachten, dass mit Einschränkungen und Auflagen von Seiten des Denkmalschutzes zu rechnen ist.
Folgende Vorschläge werden gemacht und diskutiert:
Einbau einer kleinen Küche im Erdgeschoss
Die Küche wird benötigt für die Aktivitäten beim Frühschoppen, beim Aufstellen des Maibaums und für kleinere Veranstaltungen von Vereinen oder Privatpersonen im Multifunktionsraum, am Platz des Stangenbrunnens oder am Dorfplatz. Ihr Einbau wird von allen als zwingend notwendig erachtet.
Einbau einer Toilettenanlage
Für die Durchführung von Veranstaltungen ist dies zwingend notwendig. Allerdings steht noch offen wo in dem Gebäude die Toiletten installiert werden sollen. Dabei ist auch zu bedenken, ob die Toiletten so genutzt werden können, ohne dass dazu das gesamte Rathaus geöffnet werden muß.
Einbau einer Heizungsanlage
Ungeklärt ist noch, wo die Heizungsanlage installiert werden soll und welche Möglichkeiten, Gas, Öl oder Elektrisch, genommen werden sollen. Entscheidend dabei ist auch wieviel Platz die jeweilige Heizungsanlage benötigt.
Vorderer Keller
Dieser Teil des Gebäudes hat als einziger eine große Toröffnung zum Platz am Stangenbrunnen. Er soll mit Elektrischen Anschlüssen und Anschlüssen für Wasser versehen werden, damit er bei Veranstaltungen als Ausschankraum oder für vor der Witterung geschützte Sitzgelegenheiten benutzt werden kann. Es soll nach Möglichkeiten vermieden werden den Raum durch größere feste Einbauten zu verkleinern.
Gewölbekeller
Es ist unklar ob der Gewölbekeller aufgrund der vielleicht einzufügenden statischen Sicherungselemente überhaupt nutzbar ist. Auch ist die Zugangssituation noch nicht geklärt. Weitergehende Überlegungen werden heute deshalb nicht angestellt.
Schaffung eines Multifunktionsraumes
Der große Raum im Erdgeschoss des historischen Rathauses soll eine Nutzung als Multifunktionsraum erhalten.
Nutzungen sind möglich:
Für Veranstaltungen in kleinerem Rahmen bei denen vielleicht auch das Ambiente eine besondere Rolle spielt.
Als Wahllokal
Für einen sonntäglichen Frühschoppen bei kalter Witterung.
Für Sitzungen des Gemeinderats, der Vereinsvorstände und weiterer Gremien.
Für Veranstaltungen kultureller Art.
Der Gemeindeschreiberraum
Strittig ist noch die Nutzung des kleineren Raumes hinter dem Multifunktionsraum. Allen Teilnehmern ist klar, dass ein Raum benötigt wird, in dem die Historie des Gebäudes und ein kurzer Abriss der Ortsgeschichte repräsentativ dargestellt wird. Allerdings bestehen auch Zweifel ob dieser Raum dafür geeignet wird, da für den gewünschten Multifunktionsraum auch eine Abstellmöglichkeit benötigt wird. Es besteht die Gefahr, dass dieser Raum vom Museumsraum zu Abstellkammer verkommt.
Die Räumlichkeiten im ersten Obergeschoss des Gebäudes
Eine angedachte Möglichkeit im ersten Stock des Gebäudes das Gemeindearchiv unterzubringen lässt sich nicht definitiv entscheiden, da es unklar ist ob die Decken tragfähig genug sind, wie es mit den Stellmöglickeiten für die Schränke aussieht, ob Brandschutzvorschriften und sonstige Vorschriften ( Raumklima ) eingehalten werden können.
Von Teilnehmern des Arbeitskreises kommt der Vorschlag den Forschungen von Frau Franziska Schenk, Ehrenbürgerin der Gemeinde Hausen, einen Raum zu widmen und dort Ihre Forschungsergebnisse und Ihr Wirken darzustellen. Der Vorschlag wird wohlwollend aufgenommen.
Im Laufe der Diskussion kristallisiert sich immer mehr heraus, dass die Darstellung der Historie des Hauses, der Ortsgeschichte und des Wirkens von Franziska Schenk vielleicht in einer Art Museum im ersten Obergeschoss des historischen Rathauses konzentriert werden sollte.
Nächste Sitzung: Mittwoch, den 12.05.2004, 19:00 Uhr
Treffpunkt : Historisches Rathaus
Schriftführer
Peter Römert