Dorferneuerung Rieden Arbeitskreis II
Nutzung gemeindlicher Gebäude und Freiflächen
Protokoll vom: 06.06..2005
Beginn: 20.00 Uhr
Ende: 22.30 Uhr
Ort: Gemeindehaus in Rieden
Leiter: Harald Stark
Anwesende: Maria Kaiser, Edwin Köchel, Josef Feser, Harald Stark, Norbert Reuß, Peter Römert, Albert Keller, Lydia Engert, Bürgermeister Winfried Strobel
Harald Stark begrüßt die Teilnehmer des Arbeitskreises und eröffnet die Sitzung.
Diskussion zwischen den Vertretern der politischen Gemeinde, den Vertretern der Vereine und den Mitgliedern des Arbeitskreises über die Neustrukturierung der öffentlichen Gebäude.
Albert Keller:
Im Rahmen und mit Mitteln der Dorferneuerung sollen gemeindeeigene Gebäude in Rieden von Grund auf renoviert und erhalten werden, so dass nicht wie bisher jedes Jahr stückweise neue Kosten für Renovierungsarbeiten und Unterhaltungsmaßnahmen anfallen.
Harald Stark:
Es ist nicht Sache des Arbeitskreises über den Verkauf oder den Abriss eines Gebäudes zu entscheiden. Die Dorferneuerung soll nicht dazu führen, dass der Besitz der politischen Gemeinde im Ortsteil Rieden ausgeschlachtet wird. Alle Gebäude sollen erhalten werden.
Vor allem das Gemeindehaus, wenn nach der Dorferneuerung die laufenden Kosten gesenkt worden sind und durch die Vermietung der Wohnung im Obergeschoss und eines Verkaufsraumes im Untergeschoss gedeckt werden können.
Werner Rath:
Stellt eine von ihm erstellte Übersicht über das Gemeindehaus, Pfarrhaus und den Kindergarten vor.
Sie umfasst eine Aufstellung übe die nutzbare Fläche, Nebengebäude, Freiflächen, derzeitige Nutzung und die zu erwartenden Renovierungskosten.
Die Aufstellung liegt als Anlage dem Protokoll bei.
Pfarrhaus und Kindergarten werden von den Vereinen genutzt.
Das Problem beim Pfarrhaus besteht darin, das es als reines Wohngebäude konzipiert, mit einem Eingangsbereich in der Gebäudemitte und tragenden Elementen in den Wänden. Es befindet sich im Besitz der Kirchengemeinde und die politische Gemeinde trägt die Baulast.
Der Vorteil liget in der zentralen Lage im Ort mit einem großen vielfältig nutzbaren Freigelände ( Pfarrsgarten ) mit diversen Nebengebäuden.
Der Kauf dieses Gebäudes durch die politische Gemeinde sollte erwogen werden.
Das Gemeindehaus mit 2 Nutzern, Obergeschoss Mietwohnung, Erdgeschoss vermieteter Dorfladen wäre zu halten, da die laufenden Kosten durch die Mieteinnahmen gedeckt sind.
Daneben befinden sich die sanitären Anlagen für die Feuerwehr in Gebäude.
Der Kindergarten hat die größte Raumfläche, ein großes Freigelände und die geringsten Renovierungskosten bei einer Umnutzung für verschiedene Vereinsaktivitäten.
Norbert Reuß:
Das Pfarrhaus ist seit mehr als 30 Jahren nicht renoviert. Die Einnahmen der Kirchengemeinde bestehen aus den Mieteinnahmen für die vermietete Wohnung im Obergeschoss und einen Obolus der Gemeinde für 2 genutzte Räume.
Bei der Dorferneuerung müsste die Kirchengemeinde, das Geld das sie von der Dorferneuerung erhält nochmals in gleicher Höhe selbst investieren. Dem fühlt sich die Kirchengemeinde nicht gewachsen.
Bisher war das Gebäudemanagement in der Gemeinde Hausen nicht organisiert. Die örtlichen Vereine wurden ohne ein langfristiges Konzept auf die in den Gebäuden vorhandenen Räumlichkeiten verteilt. Es erfolgten keine grundlegenden Sanierungen, sondern wo es notwendig war erfolgten Ausbesserungsarbeiten.
Die anderen Ortsteile und deren Gemeindevertreter fragen sich, weshalb im Ortsteil Rieden die politische Gemeinde 3 Gebäude erhalten und das Historische Rathaus kaufen soll.
In allen drei Ortsteilen soll von der Gemeinde in etwa die gleiche Gebäudezahl mit einer ähnlichen Raumfläche unterhalten werden.
Wichtig ist es jetzt die Vereine unter Zuhilfenahme der Mittel der Dorferneuerung sehr gut und zukunftsträchtig unterzubringen.
Werner Rath:
Es ist schlecht, dass der Arbeitskreis keine Kenntnis davon hat wir hoch die jährlich anfallenden Kosten, Heizung, Reparaturen und Strom, für die einzelnen Gebäude tatsächlich sind.
Er betont nochmals, dass von den Vereinen und der Gemeinde in den Alten Kindergarten bereits sehr viel investiert wurde.
Bürgermeister Winfried Strobel:
Für Ihn und die Gemeinderäte ist es wichtig die Gesamtgemeinde mit ihren drei Ortsteilen im Blick zu haben. In Rieden müssen von der Gemeinde bis jetzt drei Gebäude unterhalten werden. Wird das Historische Rathaus gekauft kommt noch ein viertes hinzu. Im Vergleich mit den anderen Ortsteilen muss die Gemeinde in Rieden zu viele Gebäude unterhalten.
Er könnte sich vorstellen, dass die Gemeinde langfristig das Historische Rathaus und das Gemeindehaus zur Nutzung für die Vereine zur Verfügung stellt.
Albert Keller:
Es ist die Aufgabe des Arbeitskreises der Gemeinde Nutzungsmöglichkeiten für die einzelnen Gebäude vorzuschlagen. Diese Vorschläge werden auch vom Arbeitskreis gemacht. Allerdings ist die Arbeit des Arbeitskreises fast umsonst, wenn von Seiten der Gemeinde dann häppchenweise immer nein, nein, das ist nicht zu machen, kommt.
Werner Rath:
Vom Arbeitskreis wurden bereits Vorschläge für die Gebäudenutzung gemacht. Siehe auch Protokoll vom 30.06.2004.
Das Pfarrhaus muss nicht jetzt und heute verkauft werden. Ein Verkauf ist auch später, nach Abschluss der Dorferneuerung noch möglich.
Harald Stark:
Alle gemeindeigenen Gebäude sollten im Eigentum der Gemeinde verbleiben.
Für den Arbeitskreis ist keine weitere Planung über eventuelle Nutzungsmöglichkeiten möglich, solange nicht feststeht, welche Gebäude dafür vorgesehen sind.
Bürgermeister Winfried Strobel:
Die Unterbringung der Vereine erfolgt bisher planlos, ohne vernünftiges Konzept. Dies muss ich jetzt, auch unter dem Eindruck der knapper werdenden finanziellen Mittel ändern.
Es wäre sehr schlecht wenn sich der Arbeitskreis jetzt zurückziehen würde.
Er plädiert dafür, dass im Rahmen der Gleichbehandlung alle drei Ortsteile in Bezug auf die Unterbringung der Vereine gleich behandelt werden. Die Gebäude, die den Vereinen in Rieden nach Abschluss der Dorferneuerung zur Verfügung gestellt werden, sollen fix und fertig für die nächsten 40 Jahre, sowohl in optischer als auch in technischer Hinsicht auf dem neuesten Stand der Technik sein.
Gemeinde, Arbeitskreis und Vereine sollten sich aufeinander zubewegen und gemeinsam nach Lösungen suchen.
Zum Ende der Sitzung erklärt sich Werner Rath bereit die Leitung des Arbeitskreises zu übernehmen.
Die nächste Sitzung des Arbeitskreises soll stattfinden wenn die Kostenermittlung des Architekten Peichl für das Historische Rathaus und eine Entscheidung des Gemeinderates über das weitere Vorgehen vorliegt.
Nächste Sitzung: wird kurzfristig bekanntgegeben
Treffpunkt:
Schriftführer Peter Römert