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Dorferneuerung Rieden Arbeitskreis 3
Gestaltung dörflicher Räume, Ortsbild & Straßenverkehr

 

2. Sitzung des Arbeitskreises
am 21. Januar 2004

Beginn: 19.30 Uhr Ende: 22.00 Uhr

Teilnehmer:

s. beiliegende Liste

 

Zu Beginn der Sitzung erläutern die anwesenden Teilnehmer der Ortsbegehung vom 16.01.2004 kurz ihre Eindrücke.

Es wird dabei schnell deutlich, dass durchaus ein Spannungsverhältnis von Sichtweisenvorhanden ist, in welche Richtung zu planende Maßnahmen gehen sollen und wie sie zu gestalten sind.

Im Anschluss daran stellen die Teilnehmer anhand der in der 1. Sitzung im Brainstorming aufgestellten Handlungsliste und den Ergebnissen der Ortsbegehung eine Liste der „Brennpunkte“ auf, die im Arbeitskreis angesprochen wurden. Diese Liste stellt sich wie folgt dar:

Bei der anschließenden Diskussion über Fragen, wie diese Liste nun zu gewichten sein, wird von Oliver Rumpel darauf hingewiesen, dass ein wichtiger Maßstab auch die Frage sein sollte, welche Unterhaltsmaßnahmen die erfolgreiche Umsetzung einer Planung nach sich zieht und wer z.B. eine entstehende Grünfläche pflegt.

Die Arbeitskreisteilnehmer einigen sich dann darauf, dass jeder Teilnehmer insgesamt acht Stimmen auf die vorgenannten „Brennpunkte“ vergeben solle, wobei eine Stimmenhäufelung möglich sein soll. Die daraus entstehende Prioritätenliste soll dann, soweit möglich, abgearbeitet werden.

Als Ergebnis der Abstimmung ergibt sich folgendes Bild:

1. Stangenbrunnen und dessen Umgriff
2. Kirchplatz
3. Ortsdurchfahrt (Hauptstraße)
4. sog. Dorfmitte (Bushaltestelle, Wartehaus etc.)
5. Zufahrt Kirchbergstraße Ost
6. Platz an der Raiffeisenbank
7. Ödeles Platz
8. Einfahrt Lindenstraße )Bach, Waaghaus, Linde)
9. Friedhof
10. Umgriff Stockbrunnen
11. Containerplatz
12. Essleber Thor
13. Judengasse
14. Freifläche Mühlhäuser Str./Mohr/Spielplatz
15. Römertsplatz
16. Schulgelände

 

Das Ergebnis wurde anschließend im Ortsplan mit der jeweiligen Platzziffer eingetragen. Heribert Römert wird zu den nächsten Sitzungen jeweils vergrößerte Ausschnitte aus dem jeweilig zu behandelnden Gebiet mitbringen.

Bevor mit den ersten konkreten Gedanken zum Stangenbrunnen samt Umfeld in die detailliertere Planung eingestiegen wurde, entspann sich unter der Gruppe nochmals die Diskussion, wie die Arbeit des Arbeitskreises fortgesetzt wird. Wer plant wie? Was ist Aufgabe der Gruppe, was die von Architekt und Grünplaner? Planen wir „ins Blaue“ hinein, um uns hinterher sagen lassen zu müssen, was aufgrund baurechtlicher oder sonstiger Vorschriften nicht möglich ist, oder sollte nicht eher der Architekt bzw. Grünplaner verschiedene Vorschläge machen und die Gruppe macht sich dann Gedanken. Bis wann müssen Ergebnisse vorliegen? Wer bestimmt dann, welche Planungen wirklich umgesetzt werden? Wer spricht Privatleute an, bei denen nach Auffassung des Arbeitskreises Handlungsbedarf besteht? Wann müssen diese angesprochen werden? usw.

Auch wenn sich einige Fragen klären lassen wird im Zuge der Diskussion deutlich, dass durchaus einige Fragen zum Fortgang der Dorferneuerung offen sind. Diese sollen bei der nächsten gemeinsamen Sitzung der Moderatoren (voraussichtlich am 03.02.), zu der Architekt, Grünplaner und Hr. Wimmer eingeladen werden sollen, besprochen werden, um hier in allen Arbeitskreisen mit einer Stimme reden zu können.

Anschließend beginnen die Teilnehmer mit einer Stoffsammlung zum Stangenbrunnen und dessen Umgriff. Dabei werden in dieser ersten Phase folgende Punkte als von Seiten des Arbeitskreises wünschenswert angesehen:

1. Es soll auf alle Fälle eine Sitzmöglichkeit geschaffen werden; entweder direkt am Brunnen oder aber direkt unterhalb des historischen Rathauses.

2. der Brunnen soll nicht überdacht werden, weil eine solche, nach Auffassung des Arbeitskreis nur Sinn machen würde, wenn man sich unter diese Bedachung zusammensetzen könnte; dies würde dann aber wegen der dadurch nötigen Größe die Blickbeziehung von der Hauptsraße zum historischen Rathaus und hinauf zur Kirche zerstören.

Im übrigen könnte eine solche Überdachung schnell zur Müllhalde werden.

3. Der Brunnen soll wieder eine Deichelpumpe (= historisch) erhalten.

4. sinnvoll wäre eine Begrünung der Fassade Anwesen Liebl; und evtl. 1 bis 2 Bäume als Abschluss zum Anwesen Liebl.

Noch unterschiedliche Auffassungen bestehen darin, wie die Steigung des Hanges gemindert werden kann bzw. ob dieser überhaupt gemindert werden muss? Wie können die vom Nachbarn Rottmann für erforderlich gehaltenen zwei Zufahrten zu der Scheune integriert werden. Müssen öder können dann Anliegerbeiträge erhoben werden? Wie sieht die Abgrenzung zur Hauptstrasse aus? Wie die Bepflasterung?

 

Hier besteht noch Handlungsbedarf. Außerdem will Maria Kaiser auch nochmals im Gemeindearchiv nach historischen Quellen forschen, ob sich noch Erkenntnisse zur historischen Brunnen und Platzgestaltung ergeben.

Um 22.00 Uhr beschließt Ralf Liebl die Sitzung