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Dorferneuerung Rieden Arbeitskreis 3
Gestaltung dörflicher Räume, Ortsbild & Straßenverkehr

 

5. Sitzung des Arbeitskreises
am 22. März 2004

Beginn: 19.30 Uhr Ende: 22.00 Uhr

Teilnehmer:

Ralf Liebl, Maria Kaiser, Norbert Reuß, Lothar Schraud, Michael Leibold, Heribert Römert, Andreas Müller, Oswald Blesch, Annemarie Bausewein, Ralf Veigel


Vom Arbeitskreisleiter Ralf Liebl wird zu Beginn der Sitzung darauf hingewiesen, dass am 29. April um 19.30 Uhr im Sportheim Rieden eine „Bürger-„Versammlung zum Stand der Dorferneuerung stattfinden wird.

Von Teilnehmerseite wird angeregt, die Termine der Arbeitskreissitzungen etc. zusätzlich zur Veröffentlichung in den gemeindlichen Schaukästen auch in der Dorfzeitung bekannt zu machen, da nicht jeder sich regelmäßig an den Schaukästen informiert (bzw. informieren kann).

Außerdem sollte dringend die Internetadresse zur Dorferneuerung in der Dorfzeitung veröffentlicht werden.

Beschluss:

Ralf Liebl wird, da bei ihm alle Termine etc. zusammenlaufen, in Zukunft nach Rücksprache mit Herrn Denk von der Gemeindeverwaltung die Termine bei der Gemeinde mitteilen, sodass eine Veröffentlichung in der Dorfzeitung erfolgen kann.

 

Im Anschluss beginnen die Teilnehmer mit einer kurzen Sammlung von Kritikpunkten und Anregungen zur Hauptstraße in Rieden.

In Stichworten werden genannt:

Nach längerer Diskussion wird anhand eines Dorfplanes gedanklich die Hauptstraße „abgegangen“ und die Punkte aufgezeigt, die nach Vorstellung der AK-Teilnehmer dringend einer Verbesserung bedürfen.Von Norbert Reuß wird in diesem Zusammenhang darauf hingewiesen, dass im Zuge der neuen Wasserversorgung evtl. die Hausanschlüsse im Altort neu hergestellt werden müssten; in einem solchen Fall sollte der Arbeitskreis ein Konzept für die Gestaltung aller Straßen im Altort haben.

Maria Kaiser weist darauf hin, dass es sehr wichtig sei, eine Gestaltung der Straßen zu bekommen, die möglichst einheitlich ist; es könne nicht angehen, dass ein gestalterisches Flickwerk entstehe.

Norbert Reuß wird versuchen, Pläne über die in den Straßen verlegten Leitungen zu erhalten, da z.B. bei Baumpflanzungen auf verlegte Leitungen geachtet werden muss.

Zum besseren Verständnis für nicht Arbeitskreisteilnehmer ist dem Protokoll ein Plan beigefügt, in dem diese Punkte nochmals gekennzeichnet sind (Dank an Ralf Liebl für die wirklich beeindruckende gute Arbeit! Anm. des Protokollführers).

 

1. Ortseingänge

Ralf Liebl verliest ein kurzes Mail von Jürgen Beck, der zur heutigen Sitzung verhindert ist. Jürgen Beck hat sich mit dem Straßenbauamt in Verbindung gesetzt. Nach dortiger Aussage kann die Straße im Zuge der Dorferneuerung durchaus auch verändert werden (z.B. Verengung u.ä.). Verkehrsinseln an den Ortseingängen würden aber in der Regel nicht genehmigt werden, da dadurch ein verstärktes Unfallrisiko entstünde.

Die AK-Teilnehmer sind sich allerdings einig, dass es notwendig ist, an den beiden Ortseinfahrten den Verkehr so zu regeln, dass nicht mit überhöhter Geschwindigkeit in das Dorf eingefahren werden kann.Verschiedene Möglichkeiten werden gesehen, z.B. durch Kennzeichnungen auf der Straße, durch entsprechende Bepflanzungen um die Sichtverhältnisse zu beeinträchtigen etc.

Letztlich besteht aber Einigkeit, dass die effektivste Lösung wohl Verkehrsinseln an den Ortseingängen sind. In anderen Gebieten sind solche Verkehrsinseln durchaus möglich (vgl. z.B. B 19 zwischen Bad Mergentheim und Künzelsau).

Der Wunsch des Arbeitskreises daher - es sollten an den beiden Ortseingängen in der Straßenmitte befindlichen Verkehrsinseln geschaffen werden, um den ins Dorf einfahrenden Verkehr zu verlangsamen. Diese Meinung sollte auch nachdrücklich gegen ein Straßenbauamt vertreten werden.

 

2. Hang unterhalb des Rosenweges entlang der Hauptstraße

Ein etwa 1 Meter breiter Streifen neben dem Gehsteig ist Gemeindeeigentum. Der Ist-Zustand wird von den Teilnehmern des Arbeitskreises als unattraktiv empfunden. In Verbindung mit den Anliegern sollte hier eine einladende, einheitliche und stilvolle Gestaltung und Bepflanzung vorgenommen werden.

 

3. Grünfläche an der Raiffeisenbank

Die Grünfläche ist Eigentum der Raiffeisenbank. Von dort wurde aber bereits signalisiert, dass man einer Umgestaltung durchaus positiv gegenüberstehe, ein Flächenverkauf würde jedoch nicht in Frage kommen.

Nach Auffassung des Arbeitskreises sollte die Hecke an der Fläche beseitigt werden und die Fläche mit einem oder mehren Hochstämmen bepflanzt werden. Sinnvoll könnte auch noch ein gestaltetes Blumenbeet sein.

 

4. Bushaltestellen an der Raiffeisenbank

Problem ist, dass der Straßenraum hier sehr breit ist. Außerdem, dass der Bus oft recht lange dort steht und dadurch häufig zum Verkehrshindernis wird. Auch das Buswartehäuschen ist eine gestalterische Katastrophe.

Der Arbeitskreis ist daher der Meinung, dass durch kleinere Buchten auf beiden Seiten Bushaltestellen geschaffen werden sollten, die es ermöglichen, dass der Bus nur noch teilweise den Straßenraum während der Standzeiten benötigt.

Dies soll nach Vorschlag des Arbeitskreises dadurch geschehen, dass aufseiten der Raiffeisenbank die Bushaltestelle wieder direkt vor die Schreinerei Stark verlegt wird. Der Pseudogrünstreifen sollte entfernt und dafür eine schmale, evtl. gepflasterte Einbuchtung geschaffen werden. Gleiches sollte auf der anderen Straßenseite in Höhe der Waage erfolgen. Im übrigen sollte aufseiten Römert eine möglichst großzügige und weitestgehende Flächenentsiegelung mit Begrünung erfolgen.

Ziel ist zum einen die Situation wartender Bus zu entschärfen und andererseits den breiten Straßenraum optisch zu verengen.

 

5. sog. "Römertsplatz" (Fläche zw Anwesen Römert und Fußweg von der Hauptstraße zum Seeweg)

Die Fläche ist in Privatbesitz.

Nach Meinung der Arbeitskreisleiter sollte versucht werden, die Fläche in Gemeindehand zu bekommen und eine behutsame Umgestaltung durchzuführen. Insbesondere könnte die Grünfläche mit einigen Hochstämmen bepflanzt und z.B. mit einer Sitzbank versehen werden.

 

6. Raiffeisenstraße

Die Raiffeisenstraße ist lediglich für das dort befindliche landwirtschaftliche Anwesen als befahrbarer Weg von Bedeutung. Insbesondere Andreas Müller weißt allerdings darauf hin, dass der Weg die kürzeste Verbindung von Teilen des Neubaugebietes „Am Hochbehälter“ und dem Bereich „Obere Straße“ zur Bushaltestelle ist und gerade von Schulkindern als Fußweg genutzt wird.

Eine Herrichtung der Raiffeisenstraße als ordentliche Nebenstraße dürfte nicht durchsetzbar sein und erscheint den Arbeitskreisteilnehmern auch nicht notwendig.

Es besteht daher Einigkeit, dass die Raiffeisenstraße soweit sie nicht asphaltiert ist, lediglich begehbar beschottert werden sollte, um diese letztlich als innerörtlichen Fußweg zu erhalten. Hinsichtlich des asphaltierten Teils zur Hauptstraße müsste evtl. nochmals gesondert nachgedacht werden.

 

7. Bereich der Parkplätze (ab Einmündung Mühlhäuser Straße bis Kirchenranger)

Hier weitet sich der vorher verengte Straßenraum wieder sehr auf. Um hier wieder eine optische Verengung zu erreichen, sollte bei Erhalt der vorhandenen Parkplätze an der nördlichen Straßenseite durch eine Bepflanzung mit Hochstämmen erfolgen. Wie im gesamten Straßenraum sollte auch hier versucht werden durch Entsiegelungsmaßnahmen Begrünungsflächen an Häusern und Fassaden zu erhalten.

 

8. Kirchenranger

Durch eine Bepflanzung mit Hochstämmen sollte hier eine Fortführung der unter 7. geplanten Maßnahmen erfolgen.

 

9. Bereich Straße „Am Esslebener Thor“

Auch diese Straße hat letztlich keine große Bedeutung; sie befindet sich allerdings bereits im Altort.Der Arbeitskreis vertritt daher die Auffassung, dass die Straße gepflastert werden sollte mit mittig liegender Rinne und unter Erhalt von möglichst vielem Grün.

 

10. Zufahrt zum Pfarrgarten

Dieser Weg liegt genau gegenüber der Einmündung Esslebener Thor und sollte daher genauso gestaltet werden. Eine Pflasterung ist allerdings nur notwendig bis unterhalb des Gartens von Peter Feser. In diesem Zusammenhang muss gesondert die Brücke über den Bach betrachtet werden.

 

11. Parkplätze beim Anwesen Rottmann

Es gilt das unter 7. Ausgeführte.

 

12. Judengässchen

Hier sollte der vorhandene Plattenweg ausgebessert bzw. wieder hergestellt werden.

 

13. sog. „Dorfplatz“

Das vorhandene Buswarte“häuschen“ sollte abgerissen und in Höhe des Nebengebäudes von Oswald Blesch in einer angemessenen Form neu errichtet werden.

Der Platz sollte weitestmöglich entsiegelt werden und durch Bepflanzung optisch verengt werden., da er bei entsprechender Umgestaltung des Kirchplatzes seine Bedeutung z.B. fürs Maibaumaufstellen verlieren wird. Die Mauer um den Garten des alten Kindergartens sollte in ihrer ursprünglichen Form wieder hergestellt werden.

 

14. Platz an der Brücke bei Anwesen Josef und Maria Kaiser

Die Betonrinne des Baches sollte entsiegelt werden, das Brückengeländer ist zu erneuern. Eine größere Diskussion entflammte über der Frage des Erhaltes des Waaghäuschens. Nachdem auch eine Abstimmung keine Klarheit schaffte, wurde von Lothar Schraud der Vorschlag eingebracht, dass der Planer Gestaltungsvorschläge für den mit und ohne Waaghaus erarbeiten solle. Dieser Vorschlag fand bei den Teilnehmern breite Zustimmung.

 

15. Von Anwesen Kaiser bis Anwesen Oppel

Hier sollten Entsiegelungs- und Begrünungsmaßnahmen vor und an den Fassaden erfolgen.

 

16. Ödelesplatz

Bepflanzung mit Hochstämmen; Beetbepflanzung, Ruhebank.

Die Arbeitskreisteilnehmer sind sich bewusst, dass die aufgeführten Punkte nicht erschöpfend die neuralgischen Punkte der Hauptstraße abdecken.

Gleichwohl sind wir der Auffassung, dass, nachdem wir uns konkrete Gedanken zum Platz am Stangenbrunnen, zum Kirchplatz und Kirchenanger sowie zur Hauptstraße gemacht haben, nun der Planer diese Gedanken versuchten sollte, gestalterisch umzusetzen. Ralf Liebl wird daher an Herrn Peichl mit der entsprechenden Bitte herantreten.

Nächstes Treffen
05. April 2004, 19.30 Uhr.

 

Rieden, 23.03.2004/Ralf Veigel

Anhang