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Dorferneuerung Rieden Arbeitskreis 3
Gestaltung dörflicher Räume, Ortsbild & Straßenverkehr

 

7. Sitzung des Arbeitskreises

am 05. Mai 2004

Beginn: 20.00 Uhr Ende: 22.30 Uhr

Teilnehmer:

Architekt und Dorfplaner Peichl, Ralf Liebl, Maria Kaiser, Norbert Reuß, Lothar Schraud,  Benno Pfeuffer, Jutta Keller, Michael Leibold, Heribert Römert, Andreas Müller, Oswald Blesch, Annemarie Bausewein, Ralf Veigel


 

Nach der Begrüßung der Mitglieder des Arbeitskreises und des Dorfplaners durch Ralf Liebl werden die nächsten Termine festgelegt:

 

            Nächste AK-Sitzungen:        26.05.2004 um 20.00 Uhr

                                                      25.06.2004 um 17.00 Uhr Ortsbegehung mit dem Grünplaner

 

Herr Peichl stellt zu Beginn seiner Ausführungen fest, dass der Arbeitskreis in seinen Aufgaben schon weit fortgeschritten ist. Im Grunde sei jetzt die Übergangsphase zur Objektplanung erreicht, die nicht mehr ohne Planer erfolgen kann. Seiner Auffassung nach sollte der Arbeitskreis durch eine weitere Dorfbegehung die von ihm bearbeiteten Punkte nochmals anschauen unter der Prämisse, gibt es noch Punkte, die bisher nicht bedacht sind. Anschließend sollte ein Maßnahmekatalog erstellt werden, der den Planer zugeleitet werden solle. Diese würden dann u.U. noch Anmerkungen zu den einzelnen Punkten machen. Danach kann dann ein Maßnahmekatalog über alle Arbeitskreise hinweg erstellt werden.

 

Im Anschluss daran zeigt Herr Peichl mögliche Verbesserungen der Ortsdurchfahrt auf, auf ohne dabei allerdings näher auf die von uns erarbeiteten Punkte einzugehen.

 

Anhand von Beispielen verdeutlicht er, wie und mit welchen größeren und kleineren Maßnahmen aus einer sterilen „Piste“ eine lebendige Dorfstraße, die nach seiner Auffassung mehr Aufgaben hat, als lediglich den Verkehr möglichst schnell von A nach B fließen zu lassen,  entstehen könnte.

 

Dabei wird deutlich, dass insbesondere Begrünungsmaßnahmen vor den Anwesen, eine Änderung von Beleuchtungssituationen (weg von den Peitschleuchten) sowie behutsame, gleichartige und ohne Materialmix gestaltete Straßenräume zu jeder guten Gestaltung gehören. Mit Bäumen, so Herr Peichl, müsse innerhalb der Ortschaft sehr vorsichtig umgegangen werden, da es in früheren Zeiten in der Regel auf den öffentlichen Straßenräumen kaum Bäume gegeben habe. Üblich waren dagegen Hofbäume. 

 

Es zeige sich, dass Anwohner oft dann auf den Zug Dorferneuerung aufspringen, wenn ein zwei Nachbarn anfangen.

 

Die von uns angedachten Verkehrsinseln an den Ortseinfahrten zur Geschwindigkeitsreduzierung hält Herr Peichl nicht unbedingt für sinnvoll. Zum einen sei, so seine Meinung, die „Bremswirkung“ unbeachtlich, zum anderen gehörten solche Inseln nicht unbedingt zum dörflichen Bauen.

 

Auf die Frage, wie nach seiner Auffassung dann die gewünschte Geschwindigkeitsreduzierung erreicht werden könnte, erklärt der Planer, dass  Baumreihen, die bereits vor der Ortseinfahrt beginnen und die Straße bereits vor dem Ortsschild räumlich einengen, mehr Sinn machen würde.

 

Herr Peichl führt weiter aus, dass er in den letzten Wochen das Dorf „rauf und runter“ fotografisch festgehalten habe, und dabei die vorhandenen Gebäude in drei Kategorien eingeteilt wurden.

1.      Ortsbildprägende Gebäude

2.      Gebäude, die sich noch dem Ortsbild anpassen

3.      überformte Gebäude

 

Für einen „Schatz“ in Rieden hält der Planer die Gärten im Süden des Dorfes; hier könnte mit wenig Aufwand (Entfernung der Maschendrahtzäune – hin zu einfachen Holzzäunen und Entfernung mancher „Bauten“) ein attraktiver Dorfrand geschaffen werden.

 

Anhand der Auffahrt Kirchberg Ost macht Herr Peichl deutlich, wie der Planer bei der Dorferneuerung vorgeht.

 

a)      Besichtigung des Platzes – was ist vorhanden, was prägt den Platz

b)      Feststellen der Stärken und Schwächen

c)      Erstellen eines Planes mit Höhenlinien etc.

d)      Planerische Umgestaltung

e)      Diskutieren des Planes mit Anliegern und Arbeitskreis

und evtl. Einarbeitung von Änderungen

 

Interessant die Aussage des Planer, dass die Waschbetontreppe, die wir für überflüssig halten, vom Dorfplaner als Durchwegung (ohne Waschbeton) als erhaltenswert angesehen wird. Man solle, so Herr Peichl, fußwegige Erschließungen in den Dörfern nicht allzu schnell aufgeben.

 

Zum Ende seiner Ausführung weist Herr Peichl auf eine Bachexkursion im Rahmen der Bayern Tour de Natur hin, die am 21.05. um 18.00 Uhr in der Nähe von Dingolshausen an der Volkach stattfindet. Treffpunkt ist um 18.00 Uhr an der Volkachsmühle. Wenn Interesse besteht, würde er die Teilnehmer anschließend zu einem Schoppen in die Volkachsmühle einladen.

 

Evtl. bestünde auch die Möglichkeit vorher eine kurze Besichtigung von Dingolshausen durch den dortigen Bürgermeister zu organisieren. Dann müsste man allerdings bereits gegen 16.00 Uhr in Rieden losfahren.

Interessenten mögen sich bis spätestens 18.05. bei Maria Kaiser melden. Die Fahrt erfolgt mit Privatautos.

 

07.05.2004/Ralf Veigel