Seite ausdrucken

Dorferneuerung Rieden Arbeitskreis 3
Gestaltung dörflicher Räume, Ortsbild & Straßenverkehr

 

Protokoll vom 18.12.2006

 

Dorferneuerung Rieden

Vorplanung Umgestaltung Kirchberg

Sitzung am 18.12.2006

 

 

Teilnehmer: Architekt Peichl, Bürgermeister Srobel, Mitglieder des AK III sowie

                      Anwohner des Kirchbergs (18 Personen)

 

 

Nach der Begrüßung der Anwesenden durch Bürgermeister Strobel stellt Architekt Peichl erste Vorplanungen für die Gestaltung des Kirchberges vor.

 

Die Vorstellungen sehen dabei wie folgt aus:

 

Die Zufahrt Kirchberg Ost könnte im unteren Bereich (beim Anwesen Schraud) tiefer gelegt werden, um dadurch einen gleichmäßigen Anstieg der Straße zu erreichen; der Vorteil dabei wäre, dass die Zufahrt im unteren Bereich breiter und die Einfahrt in die Hauptstraße günstiger gestaltet werden kann.  Auf Seiten des Anwesens Liebl wird die Grünfläche durch mehrere Bäume strukturiert. Die Treppe am Gebäude Liebl sollte vom Gebäude etwas wegverlegt werden, so dass am Gebäude ein Pflanzstreifen entsteht, um hier evtl. auch Begrünungsmaßnahmen der Fassade vornehmen zu können.

 

Im weiteren Verlauf der Straße zur Kirche hin sollte diese etwas gegen die Anwesen Nagel etc. verschoben werden, so dass die Grünfläche des Platzes, die wieder durchwegt werden sollte, vergrößert wird.. Diese Grünfläche sollte sehr sparsam bepflanzt werden, um die Raumwirkung beizubehalten. Bei Bedarf könnte ein Teil dieser Grünfläche als Parkfläche gestaltet werden. Durch die Verlegung der Straße nach Osten würden die Grünflächen vor den Anwesen Nagel etc. etwas kleiner werden.  Die Straße „Am Pranger“ sollte ca. 30 cm tiefer gelegt werden (auf Schwellenhöhe des alten Rathauses).

 

Vor dem Eingang des Alten Rathauses sollte sich die Straße etwas aufweiten um hier Platz zu schaffen zu Aufstellen z.B. eines Maibaumes etc.). Die Begrenzung der Straße vor dem Alten Rathaus zur Grünfläche sollte durch eine Bruchsteinmauer o.ä.  erfolgen. Sowohl die Straße „Am Pranger“ als auch die Freifläche beim Feuerwehrhaus und Gemeindehaus sollten sich im Belag so von der Kirchbergstraße abheben, dass schon daran deutlich wird, dass die Kirchbergstraße die eigentliche „Fahr“straße ist, während der Rest nur in Ausnahmefällen zum Befahren gedacht sein soll.

 

Hier könnte man sich vorstellen, die Kirchbergstraße zu asphaltieren mit Rinnen links und rechts (3-Zeiler o.ä.) während die an für sich nicht zu Fahrzwecken gedachten Bereiche z.B. „Am Pranger“ gepflastert werden könnten.

 

Durch die Tieferlegung der Straße „Am Pranger“ erhöht sich das Gefälle der Grünfläche noch etwas. Gestalterisch möglich wäre daher auch, die Grünfläche zu terrassieren.

 

Der ehemalige Lehrergarten könnte durch eine weinbelaubte Pergola und zwei Sitzbänken aufgewertet werden, außerdem böte sich eine teilweise Bepflanzung des südlichen Bereiches als Kräuter- oder Bauerngarten an.

 

Der Abschluss des Platzes unterhalb des Feuerwehrhauses sollte dadurch deutlich gekennzeichnet werden, dass ein Baum gepflanzt wird und dann in den Raum hinein ein Gebäude (z.B. ein Holzpavillon) gebaut wird, der den Kirchplatz vom Platz vor dem Feuerwehrhaus optisch abtrennt. Es müsste allerdings darüber nachgedacht werden, welcher Nutzung ein solcher Pavillon zugeführt werden könnte. Evtl. wäre möglich, die Anschlagtafeln vom Kirchenaufgang weg und  hierhin zu platzieren.

 

Im weiteren Verlauf sollte die Kirchbergstraße etwas von den Grundstücken Müller, Pfister, Keller wegrücken um hier vor dem Anwesen Müller zwei Parkplätze zu schaffen und gleichzeitig die Möglichkeit, Pflanzstreifen herzustellen.

 

Auf der gegenüberliegenden Seite in Höhe der Baulücke könnten ebenfalls zwei Parkplätze entstehen, durch zwei Bäume könnten, auch wenn dieses Grundstück wohl kaum bebaubar ist, eine geschlossene Raumwirkung erreicht werden.

 

Die Einmündung zur Schulstraße sollte durch die Straßenbeläge so gestaltet werden, dass hier eine deutliche Einmündung erkennbar wird. Vor oder im Anwesen Keller sollte ein Baum gepflanzt werden, der in den Straßenraum hineinwirkt.

Sinnvoll wäre das Grundstück oberhalb des alten Kindergartens zu verkaufen und evtl. mit einem Wohnhaus zu bebauen um einen räumlichen Abschluss zu erreichen.

 

Die gesamte Kirchbergstraße sollte keine Gehsteige aufweisen, sondern als Geh- und Fahrweg nutzbar sein. Die Breite der Straße soll max. 4,50 bis 4,75 m betragen.

Bei den Materialen der Beläge sollte darauf geachtet werden, dass ein möglichst geringer Materialmix entsteht und unterschiedliche Materialen optisch zu einander passen.

Ein wichtiger Punkt ist bei der konkreten Planung auch der Übergang von den Straßenräumen zu den Gebäuden – hier sollte durch Fassadenbegrünung und Bepflanzung eine abwechslungsreiche Struktur erreicht werden.

 

Bei der anschließenden Diskussion zeigte sich, dass die Vorplanungen des Architekten im Wesentlichen positiv aufgenommen werden. Eine Terrassierung des Kirchbergplatzes wird allerdings nicht gewünscht.

Bei der Abfahrt der Kirchbergstraße am Alten Kindergarten wird von Oswald Blesch darauf hingewiesen, dass derzeit der Bordstein rutschende Autos davon abhält, auf sein Wohnhaus zu rutschen.

Herr Peichl wird dieses Problem aufnehmen und mögliche Lösungsvorschläge erarbeiten.

Bedenken bestehen bei den Anwohnern, dass erhebliche Kosten auf sie umgelegt werden und dass sie letztlich für die Gestaltung des Platzes zahlen müssten, der dem ganzen Dorf zugute kommt.

Hier wird man wohl erst abwarten müssen, welche Kosten insgesamt überhaupt entstehen und was tatsächlich umgelegt werden kann. Im Übrigen wird darauf hingewiesen (von Bürgermeister, Architekt und 2. Bürgermeister), dass durch die Erneuerung der Wasserleitungen auf alle Fälle Kosten angefallen wären und hier nun der Vorteil besteht, dass ein relativ großer Teil durch die Dorferneuerung getragen wird.

 

Nächster Termin:

 

29. Januar 2007 um 19.30 Uhr

im Haus der Musik

 

 

19.12.2006 / Veigel