Dorferneuerung Rieden Arbeitskreis 3
Gestaltung dörflicher Räume, Ortsbild & Straßenverkehr
Sitzung am 29.01.2007
Teilnehmer: Architekt Peichl, Bürgermeister Strobel, Mitglieder des AK III sowie Anwohner des Kirchbergs (17 Personen)
Der Arbeitskreisleiter Ralf Liebl begrüßt die anwesenden Anwohner des Kirchberges sowie die Mitglieder des Arbeitskreises.
Herr Peichl stellt die augrund der am 13.01.2007 durchgeführten Begehung des Kirchberges die modifizierte Planung des Gebietes vor.
Die Änderungen stellen sich im Wesentlichen wie folgt dar:
Am Anwesen Blesch soll im oberen Bereich der Abfahrt zum alten Kindergarten in Höhe der Einmündung zur Schulstraße versucht werden, den Straßenverlauf etwas vom Gebäude „wegzurücken“, um so dem Problem evtl. „rutschender“ Fahrzeuge Herr zu werden.
Sollte das Grundstück des Alten Kindergartens im oberen Bereich (Einmündung Schulstraße) nicht bebaut werden können, so soll hier ein Baum den Straßenraum optisch begrenzen.
An der Baulücke (Anwesen Rottmann) sollen anstelle der drei geplanten Bäume nun vier Bäume gepflanzt werden. Damit entfiele von den drei geplanten Parkplätzen einer.
Die Mauer sollte erhalten und zum Gebäude Rottmann verlängert werden. Der Bildstock von der gegenüberliegenden Straßenseite soll in diese Mauer integriert werden. Erforderlich ist eine Prüfung, wieweit die Mauer durch Stabilisierungsmaßnahmen gesichert werden muss.
Auf der gegenüberliegenden Straßenseite (Anwesen Pfister) stört die Garage hinter der Bruchsteinmauer den optischen Eindruck. Evtl. sollte hier ebenfalls ein kleineres Gehölz gepflanzt werden.
Von den anwesenden Eigentümern des Anwesens wird auf die Probleme mit Laubfall (relativ viele ältere Bewohner benutzen diese Straße als Weg zur Kirche und zum Bäcker) sowie auf evtl. Probleme mit der Mauer (Wurzeln!) hin.
Im Verlauf der Diskussion wird deutlich, dass ein anderer Anstrich der Garage und Begrünungsmaßnahmen von Mauer und Garage wohl eine bessere Lösung wäre als wenn an dieser Stelle ein weiterer kleinwüchsiger Baum o.ä. gepflanzt werden würde.
Zwischen Feuerwehrhaus und Gemeindehaus soll ein behindertengerechter Zugang zur Kirche geschaffen werden. Neben dem Abriss der Garage muss dazu ein Teil des Nebengebäudes ebenfalls abgerissen werden um eine Möglichkeit zu schaffen, zum Kirchhof zu gelangen.
Nicht völlig geklärt ist, ob die am Anwesen Liebl bestehende Treppenanlage ersatzlos zurückgebaut werden soll, ob sie bestehen bleibt (hier ist allerdings das Problem, dass die unterste Treppenstufe in den Gehsteig der Hauptstraße hineinragt) und dadurch wohl keine Begrünungsmaßnahmen an der östlichen Hausseite des Anwesens Liebl möglich sein werden. Evtl. könnte die Treppe ca. 2 bis 3 m vom Haus weg neu gebaut werden. Vorteil wäre, dass die Mauer, die den Hang zur Hauptstraße begrenzt durch „Aufbrechungen“ aufgelockert werden würde und eine bessere Gestaltung zum Anwesen Liebl möglich wäre. Nach längerer Diskussion zeigt sich, dass zumindest die Tendenz da ist, dass die Treppe nicht entfallen soll. Ob direkt am Haus oder etwas weggerückt bleibt offen.
Als Beläge für die Maßnahme sind geplant: die Straßenverläufe sollen asphaltiert werden, die angedachten Dreizeiler aus Granitpflaster bestehen und die gepflasterten Flächen (außer vor dem Alten Rathaus, wo ebenfalls Granitpflaster zum Einsatz kommen soll) mit Betonpflaster versehen werden. Besonders zu beachten, so Herr Peichl ist, dass bei der Farbwahl auf ein einheitliches Bild geachtet wird.
Bezüglich einer evtl. neuen Straßenbeleuchtung seien derzeit Schirmleuchten angedacht, hier soll in den nächsten Monaten eine Bemusterung stattfinden.
Herr Peichl rät der Gemeinde, in den kommenden Wochen eine Baugrunduntersuchung des Kirchberges anfertigen zu lassen, da dies die Voraussetzung sein, gesicherte Kosten zu ermitteln.
Architekt Peichl führt kurz noch aus, dass die Dorfplaner hinsichtlich des Stangenbrunnens derzeit doch zu einem kleinen „Brunnenhäuschen“ tendieren. Nach ihrer Auffassung würde dies den Platz optisch bereichern.
Zum Abschluss seiner Ausführungen stellte Herr Peichl anhand von Fotografien nochmals dar, wie nach seiner Auffassung, der Übergang von Straßen zum den Gebäuden gestaltet werden muss, um den dörflichen Charakter zu betonen. Er vertritt vehement die Meinung, dass man sich von dem Gedanken befreien müsse, dass jedes Blatt am Boden bereits „Unaufgeräumtheit“ bedeute. Nachdrücklich versucht Herr Peichl, die Anwesenden zu sensibilisieren, dass Sterilität von Straßenräumen keine positiven Raumerlebnisse zu lassen.
Zum Abschluss bedankt sich Ralf Liebl für Ausführungen. Die Einladung zur nächsten Sitzung wird erfolgen, wenn relativ gesicherte Kosten für die Maßnahme Kirchberg beziffert werden können.
29.01.2007/Veigel