Gibt es bald einen See in Rieden?
Artikel in der Dorfzeitung Nr. 20, vom 13.10.2004

An dieser Stelle wollen die Riedener einen See anlegen, Das ehemalige Wasserpumphäuschen im Hintergrund wird bei der Planung mit einbezogen und könnte für Sanitäranlagen genutzt werden


Als vor knapp einen Jahr in Rieden der Startschuss für die Planungsphase der Dorferneuerung fiel, war sich die Bevölkerung in einem Punkt schnell einig: An der Stelle des ehemaligen Gänseweihers am Ortsausgang Richtung Hausen und Binsbach soll wieder ein richtiger See entstehen. Eine Abstimmung der Dorfbevölkerung hat dieses Projekt eindeutig an die erste Stelle gesetzt.

Wenn in den nächsten Monaten das Verfahren angeordnet wird, zählt die Anlage eines Sees an der überlieferten Stelle wohl zu den ersten Aktionen im Rahmen der Dorferneuerung.

Gustav Strobel weiß noch genau, wie Gottfried Strobel vor 45 Jahren die Gänse von den Höfen der Bauern zum Dorfweiher getrieben hat. Damals war der flache Weiher etwa 30 ma1 20 Meter groß. Als die Gänsehaltung im Dorf nachließ und die Fläche zum Wasserschutzgebiet der Schülerlochquelle deklariert wurde, ist vom Gänseweiher nur noch ein kleiner vom Grundwasser gespeister Tümpel übrig geblieben.

 


Seit Oktober 2003 bezieht Rieden aber sein Trinkwasser aus der neuen Quelle in der Riedener Senke. Nun wollen die Einwohner den Platz an der Schülerlochquelle wieder zum Landschaftssee umwandeln. Eine geologische Grunduntersuchung hat bereits statt gefunden. Die alte Quelle soll den See speisen und mit dem Ablauf zum Mühlbach kann ein ständiger Kreislauf geschaffen werden. Für den neuen Gänseweiher gibt es eine Fülle an Ideen. Auf jeden Fall soll er mindestens 5000 qm Fläche besitzen, schon allein deshalb, damit der See "nicht kippt". Weil er sich selbst regenerieren soll, werden auch Schilfflächen angelegt. In der Zwischenzeit sind sich die Riedener einig, dass weder ein öffentlicher Badesee wie im nahen Arnstein noch ein Teich mit Fischen gewünscht wird. Rund um den See soll jedoch eine schöne Anlage entstehen. Angedacht sind Wege und Bänke, Anpflanzungen, eine Grillstelle und ein größerer Wasserspielplatz mit Kies und Sand für die Kinder. Im alten Wasserpumphäuschen könnten sanitäre Anlagen eingerichtet werden und man hofft, dass sich wasserliebende Tiere am See niederlassen. Umstritten sind noch eine Seeterrasse und ein Biergarten, eine Art Kiosk am See wird durchaus von einigen Riedenern gewünscht, eine Bewirtung scheint jedoch schwierig,